Financial Wellbeing ist kein Randthema mehr. An dem Between the Towers haben wir gemeinsam mit drei starken Speakern hinter den Begriff geblickt – und warum er für Banken, Fintechs und alle, die Finanzprodukte bauen, strategisch absolut relevant ist.
Finanzielle Gesundheit in Deutschland – und warum Banken daran ein echtes Interesse haben sollten
Emanuel Renkl eröffnete den Abend mit einer klaren Definition: Financial Health bedeutet, laufende Verpflichtungen souverän zu managen und Vertrauen in die eigene finanzielle Zukunft zu haben. Klingt simpel – ist es aber nicht. Denn der Status quo in Deutschland zeigt: Viele Haushalte erfüllen genau das nicht.
Sein zentrales Argument für Banken war handfest: Kund:innen, die glauben, dass ihre Bank ihre finanzielle Gesundheit unterstützt, empfehlen diese dreimal häufiger weiter, bleiben doppelt so oft und zeigen fünfmal mehr Interesse an weiteren Produkten. Das ist kein Soft-KPI – das ist Kund:innenbindung.
Takeaways aus dem Talk:
Financial Health lässt sich messen – und damit auch steuern
Banken, die es als Kernzweck verankern, reduzieren Fehlanreize und stärken ihre Marke
Der gesellschaftliche und der wirtschaftliche Nutzen schließen sich nicht aus – sie verstärken sich
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Seasn – Agentic AI für Financial Wellbeing
Prof. Dr. Andreas Hackethal – Dekan der Wirtschaftswissenschaften an der Goethe Uni und Leiter des Pension Finance Lab am Leibniz-Institut SAFE – brachte 50 Jahre Verhaltensforschung auf einen Punkt: Das Wissen ist da. Es kommt nur nicht bei den Menschen an.
Seine Antwort heißt Seasn: ein digitaler Finanzzwilling, der vollständige persönliche Finanzdaten mit einem Prognosemodell und flexiblen Szenarien verbindet. Füge Agentic AI hinzu und Nutzer:innen können mit ihrem Zwilling sprechen, Stellhebel identifizieren und direkt handeln. Die Vision: Self-Driving Finance.
Takeaways aus dem Talk:
Finanzberatung scheitert oft nicht am Willen, sondern an Komplexität und fehlender Personalisierung
Ein digitaler Finanzzwilling macht das Unsichtbare sichtbar: Was ist? Was geht? Wie gelingt es?
Agentic AI könnte hier der entscheidende Schritt von Information zu Aktion sein
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Financial Literacy & Wellbeing: Wie bewegt sich die Generation Alpha durch die digitale Finanzwelt?
Nils Feigenwinter gründete Bling mit 20 – weil er als Teenager bemerkte, wie wenig seine Mitschüler:innen über Geld wussten. Heute nutzen über 500.000 Kinder und Jugendliche die App. Sein Vortrag war ein Blick in den Bling Taschengeldreport 2025 – und der hatte einige überraschende Zahlen:
Kinder erhalten 2025 durchschnittlich 6 % mehr Taschengeld als im Vorjahr
Sie geben im Schnitt 54 € pro Monat bei sechs Einkäufen aus – vor allem im Supermarkt (11,46 €) und für Drogerie & Beauty (4,90 €)
53 % der Eltern können ihren Kindern den Umgang mit Geld nicht beibringen
Für Banken und Fintechs bedeutet das: Wer Gen Alpha heute mit sinnvollen Finanzprodukten erreicht, prägt, welche Erwartungen diese Generation morgen an Finanzdienstleister stellt.
Takeaways aus dem Talk:
Finanzbildung ist kein Schulfach-Problem – es ist ein Produktdesign-Problem
Die Nachfrage nach digitalen, kindgerechten Finanzlösungen ist real und wächst
Wer früh ansetzt, baut langfristige Kund:innenbeziehungen – keine kurzfristigen Transaktionen
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